„Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz“.
Diese Worte sind der Bergpredigt entnommen, dem berühmten Text, in der Jesus auch über das Beten, über das Fasten und die Sorge um das tägliche Leben spricht.
„Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz“.
Was für ein Satz! Was für eine Herausforderung! Was für eine Wortwahl!
Der Begriff „Schatz“ ist ein ansprechendes, anschauliches Bild für alles, was für mich als Person wichtig, kostbar, bedeutsam ist. „Schatz“ kann auch ein Kosewort sein.
Und mein Herz, das Zentrum meiner Person, wandert immer wieder zu dem, was für mich einen Schatz darstellt. Denn dort ist mein Herz, dort wird mein Herz sein,
Aber was ist mir wirklich wichtig und kostbar? Eine Frage, die ich mir immer wieder stellen darf: Finanzielle Sicherheit? Erfolg? Gemeinschaft? Freiheit? Anerkennung? Die Beziehung zu Gott – als Freund, als erste Liebe meines Lebens?
Glaube ich, dass Gott in mir lebt und im Zentrum meines Denkens und Handelns stehen solle – und dass danach alles andere seinen richtigen Platz findet?
„Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz“.
Immer wieder denke ich mir, dass Gott um mich weiss; er weiss, dass ich nur ein Mensch bin und gefangen in menschlichen Bedürfnissen. Dass ich mir menschliche Gemeinschaft wünsche, Anerkennung, meinen eigenen Platz in der Welt und vieles mehr.
Vielleicht genügt es ja, wenn ich manchmal am Tag innehalte und die Frage zulasse, ob es wirklich wichtig und bedeutsam ist, was ich gerade tue oder ob ich mich verlaufen habe… vielleicht ist der Wunsch nach Liebe ja schon Liebe… vielleicht kann allein diese Frage eine neue Dynamik, neue Bewegung, neues Licht in enge und verhärtete Situationen bringen…
„Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz“.
Wo also liegt mein Schatz? Und wofür schlägt mein Herz?
Andrea Hendrich, Assistentin
Foto: KI-generiert: Bild von kp yamu Jayanath auf Pixabay
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Sammelt euch Schätze im Himmel,
wo weder Motten noch Rost sie fressen
und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen.
Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Mt 6, 20-21