Treffen der Gruppe „Herbst-Zeitlos“
01.10.2008
Die Gruppe traf sich vom 18. bis 21.09.2008 in Straubing, diesmal also einen ganzen Tag länger. Das Thema dieser Arbeitstagung „Er will ja nichts anderes als euer Wohl und eure Freude“ (Regel Kap. 10) führte uns inhaltlich zu Angela Merici als Begleiterin in die gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg.
Wenn auch die Gruppe im Gegensatz zu sonstigen Treffen recht klein war, kann ich doch sagen, dass wir produktiv waren, da der Untertitel der Thematik uns vertiefend zu Angela Merici führte und wir sie wieder einmal in einem neuen Licht sehen und erleben durften.
Am ersten Tag befassten wir uns ausschließlich mit Marshall B. Rosenbergs Theorie zur gewaltfreien Kommunikation. Gewöhnungsbedürtig waren die Begriffe „Wolfssprache“ und „Giraffensprache“, mit denen der Autor in seinem Buch „Gewaltfreie Kommunikation“ die Formen der Kommunikation im Umgang miteinander deutlich machen will. „Wolfssprache“ ist die Form, mit der man andere Menschen verletzt, unterdrückt, missachtet oder einfach ungut behandelt. „Giraffensprache“ ist die Form des Umgang miteinander, die menschlich, verbindlich und wohlwollend ist.
Im weiteren Verlauf der Tagung haben wir in Gruppen die Sprache der heiligen Angela in ihren drei Schriften untersucht und festgestellt, dass Angela Merici uns in ihren Schriften ausschließlich mit wohlwollenden, menschlichen, verbindlichen, also
gewaltfreien Formulierungen sagt, wie wir miteinander umgehen sollten, und das selbst dann, wenn Tadel und Zurechtweisung erforderlich sind. Für alle war es verblüffend zu entdecken, wie sehr Angela diese gewaltfreie Sprache angewandt hat.
Wir hatten alle den Eindruck, als hätten wir die Inhalte der Angela-Schriften neu entdeckt und Angela selber in einem neuen Licht kennen gelernt.
In einer „Hausaufgabe“ ist uns mitgegeben, einzeln oder mit anderen zu überdenken „Wer sind wir?“ und „Was haben wir gemeinsam?“. Mit dem Ergebnis dieses Nachdenkens werden wir bei dem nächsten Treffen weiterarbeiten.
Sr. Genoveva / Düren