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Quellen

 

Quelle, da wird eine Erinnerung aus meiner Kindheit wach:

In einem bewaldeten Hang eine Quelle, die immer sprudelte, ein breiter Strahl frischen Wassers direkt aus dem felsigen Grund, grüne Kräuter am Rande eines Baches, in dem sie weiterfloss, und immer wieder Menschen, die ihre Gefäße füllten, trotz Wasserleitung aus der Wasser bequemer zu haben war.

Quelle, das bedeutete Leben: Leben für die Pflanzen am Rande des Baches, der aus ihr gespeist wurde, Leben für die Ziege aus der benachbarten Weide, Leben und Erquickung für die Menschen, die aus ihr schöpften.

Jesus sagt zur Frau am Jakobsbrunnen: "Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben, vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle, deren Wasser ewiges Leben schenkt." (Joh 4,13 f)

Die Gabe, die Jesus schenkt, ist Teilhabe an seinem Leben, ist die Gabe des Heiligen Geistes,"den alle empfangen sollten, die an ihn glauben". (Joh 7,39)

Im Glauben an ihn wird uns eine belebende Kraft geschenkt, die Heilsgabe, die unseren Lebensdurst zu stillen vermag und die in uns zur Quelle werden kann, die wiederum anderen Menschen Wasser bietet.


Sr. Cornelia Müller-Freund OSU
Foto: Alm-Quelle (Wiki Commons)



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