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Sehnsucht – sie hält in uns wach, was an Wünschen und Träumen tief in uns schlummert. Auch Jesus hatte Sehnsucht, wenn er zu den Jüngern sagte: „Mit Sehnsucht habe ich danach verlangt, dieses Abschiedsmahl mit euch zu feiern.“ Angela ermuntert ihre Schwestern, die heilbringende Sehnsucht in sich wach zu halten. Sicherlich meint sie die Sehnsucht nach der Verbindung mit Gott, nach Seiner Nähe. Warten wir in diesen Tagen des Advents mit Sehnsucht im Herzen auf das Kommen des Herrn? Oder lassen wir uns von einer Unruhe und Hektik erfassen, die sich in Äußerlichkeiten verliert?

Dieses Bild hier drückt für mich Sehnsucht aus, Sehnsucht nach dem Licht, nach Weite, nach Geborgenheit. Und diese Empfindungen sind für mich adventlich – ich hoffe, dass meine Sehnsucht bei IHM Erfüllung findet, wenn ER als Mensch zu uns kommt. Nutzen wir die Tage des Advents, unsere Herzen zu öffnen für Jesus, der sich auch nach uns sehnt und unsere Sehnsucht stillen möchte.

 

Text und Bild: Sr. Johanna Ankenbauer OSU

 


Glücklich sind die,
die danach streben,
die heilbringende Sehnsucht
in sich wach zu halten.

 

Angela Merici, aus der Einleitung zur Regel

 

 

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