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In diesen Adventswochen singen wir immer wieder  Lieder, die das Geheimnis des Advents und der Weihnachtszeit beschreiben.

Ich möchte das Lied, „Die Nacht ist vorgedrungen …“ in den Mittelpunkt stellen. Es ist ein starkes Lied – auch wenn die Schwachheit und Ängstlichkeit des Menschen hinter allen Versen hervorschaut. Und: Es ist ein helles Lied – auch wenn die Nacht der Ausgangspunkt ist. (Martin Adel)

„Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt.“

Das Dunkel wird hell – einfach weil Gott da ist!

In der Heiligen Nacht soll das wieder deutlich werden: Die Nacht wird nicht zum Tag, aber sie bekommt einen besonderen Glanz!

„Die Nacht ist schon im Schwinden.
Macht euch zum Stalle auf!
Ihr sollt das Heil dort finden,
das aller Zeiten Lauf von Anfang an verkündet…“

Jochen Klepper schickt uns mit diesen Worten nach Bethlehem – und mit der Zuversicht, die in ihm selber gewachsen ist: mein Leben ist Gott nicht egal! Ich brauche nicht in eine heile Welt zu flüchten, weil Gott sich genau da neben mich stellt, wo ich Unheil erfahre.

Advent und Weihnachten haben nichts damit zu tun, dass ich mich nur daran erinnere, was vor 2000 Jahren geschehen ist.

Sie haben damit zu tun, dass ich im Glauben weiß, was dieses Geschenk für uns und mich heute bedeutet:

Ich kann Gott vertrauen!

 

Text und Bild: Sr. Judith Reis, OSU, Straubing


 

Oft kommt Gott so anders, so ungewohnt,
so unvermutet, so unerwartet, so überraschend,
wie es seiner Natur entspricht.

Meist spricht Gott so anders, so leise,
so einsilbig, so wortkarg, so verhalten,
 wie es seiner Art entspricht.

Weitgehend wirkt Gott so anders, so unspektakulär,
so unscheinbar, so überwältigend, so unvorstellbar, so unglaublich,
wie es seinem Wesen entspricht.

Immer liebt Gott so anders, so wunderbar, so unbegreiflich,
so vertraut, so einfach, so menschlich,
wie es seinem Geheimnis entspricht.

 

Paul Weismantel

 

 

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