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Nach dem Hoch des Jubiläumsjahres kommen wir nun wieder in die Niederungen des Alltags. Aber die Frage lohnt: Was nehmen wir aus diesem Jubiläum mit? Vielleicht doch mehr als schöne Erinnerungen!

Angela Merici ist uns in diesem Jahr noch einmal erfreulich näher gekommen. Und wir durften die weltweite Verbundenheit aller Ursulinen erfahren. Das ermutigt.

Ein Satz aus dem letzten Vermächtnis Angelas hat mich in den Tagen der Jubiläumsfeiern bewegt:

„Seid gewiss, dass er diese Gemeinschaft niemals verlassen wird, solange die Welt besteht.“ Es ist keine Verheißung, dass dieser oder jener konkrete Konvent oder auch unsere Föderation unsterblich sei. Angela gibt uns vielmehr die Zusage, dass Jesus Christus bei uns bleibt! In aller menschlichen Armseligkeit und in allen Problemen, die uns belasten, sind wir nicht gottverlassen. Das hilft mir, gelassener weiterzugehen und zuzulassen, dass etwas (vieles?) von dem, was mir vertraut und wichtig ist, zu Ende geht. Und zugleich kann ich Ausschau halten, wo und wie sich Leben im Geiste Angelas heute entfalten will.

Dabei ist es gut, auch die weltweite Gemeinschaft der Ursulinen im Blick zu behalten und zu sehen, dass sich an Angelas Weinstock hier und dort neue Blüten und Früchte zeigen – wie tröstlich!


Sr. Brigitte Werr

 


Seid dessen gewiss,
dass diese Regel unmittelbar
von seiner heiligen Hand gepflanzt worden ist
und dass er diese Gemeinschaft
niemals verlassen wird,
solange die Welt besteht.

 Angela Merici, aus dem Letzten Vermächtnis

 

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