Die Gemeinschaft trauert  um Schwester Magdalena Willeke

 

So reißt Gott auch dich aus dem Rachen der Angst

und führt dich in weiten Raum,

wo keine Bedrängnis mehr ist.

Hiob 36,16 

 

Im tiefen Vertrauen auf den weiten Raum ohne Bedrängnis

vollendete sie ihr Leben auf dieser Erde. 

Schwester Magdalena

Hedwig Willeke

geb.  13. 03. 1933      gest. 15. 01. 2018 

Mehr als sechzig Jahre lebte Sr. Magdalena in unserer Gemeinschaft. Ihrer Familie blieb sie treu verbunden.

Obwohl sie es mit sich selbst nicht leicht hatte, brachte sie die ihr mögliche Schaffenskraft mit Hingabe in unser gemeinsames Leben ein. Als Englisch- und Lateinlehrerin hat sie viele Schülerinnen und Schüler auf ihrem unterrichtlichen Weg begleitet.

Die zwanzig Jahre seit ihrer Pensionierung waren zunehmend durch vielfältige körperliche Beschwerden bestimmt. Trotzdem blieb Sr. Magdalena dem Leben in unserer Gemeinschaft zugewandt. Ihre Kraft schöpfte sie aus dem unermüdlichen Umgang mit der Bibel.

 

Für den Konvent der Ursulinen

Sr. Teresa Büscher 

46282 Dorsten, Kappusstiege 10

 

 

 Wir laden ein zur Eucharistiefeier für unsere liebe Verstorbene am Samstag, den 20. Januar 2018,um 10.00 Uhr in der Kirche von St. Ursula, Ursulastr. 12.

Anschließend ist die Beisetzung in der Klostergruft auf dem Friedhof an der Gladbecker Straße.
Es entspricht der Intention der Verstorbenen, anstelle von evtl. vorgesehenen Kränzen und Blumen die „Stiftung St. Ursula Dorsten “ zu unterstützen: 
„Zum Tod von Sr. Magdalena“ IBAN DE9140 0602 6500 3207 1700

 

Übergabe der Trägerschaft unserer beiden Schulen am Patronatsfest des Ordens am 21. Oktober 2015

 



  RN-Foto Klapsing-Reich

Bei dem offiziellen Festakt in unserer Kirche überreichten Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller (l.) und Diözesanbischof Dr. Felix Genn (r.) die Urkunden zur Genehmigung der Trägerstsiftung an den Stiftungs-Geschäftsführer Ludger Cirkel (Mitte). 

Übergabe der Genehmigung der Trägerstiftung durch
Bischof Dr. Felix Genn

Begrüßung und Dankeswort Sr. Teresa Büscher
Auszug

Grußwort des Bürgermeisters der Stadt Dorsten
Tobias Stockhoff

St. Ursula-Schulen zum 5. Mal neu geboren
RN Dorstener Zeitung 22.10.2015


 

Trägerstiftung St. Ursula nimmt die Arbeit auf

 

Zum 1. August übernimmt die Stiftung St. Ursula (kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts) die Trägerschaft von Realschule und Gymnasium St. Ursula. Die neue Struktur der Trägerschaft bekommt Gesicht in den Menschen, die die Schwestern in die Gremien der Stiftung berufen haben und die von Bischof Felix Genn in Münster bestätigt wurden.

Die Stiftung wird gesetzlich vertreten durch den VORSTAND. 
Nach dem Schulleitungswechsel im Gymnasium werden ihm ab 1. August 2015 angehören:
-    Herr Ludger Cirkel, Geschäftsführer
-    Frau Elisabeth Schulte Huxel, OStD  i.E., Schulleiterin am Gymnasium
-    Herr Lambert Suwelack, RR i.E., Schulleiter an der Realschule

Mitglieder im KURATORIUM der Stiftung sind:
-    Sr. Benedicta Kimmeyer, Vorsitzende 
-    Herr Josef Vrenegor, stellv. Vorsitzender
-    Herr Matthias Feller, Bankkaufmann
-    Herr Patrick Hofmacher, Geschäftsführer Malteser Werke
-    Herr Christian Plümpe, Rechtsanwalt
-    Herr Dennis Woltsche, Wirtschaftsprüfer und Steuerfachmann
Mit beratender Stimme nehmen Herr Tobias Stockhoff, Bürgermeister, bzw. Herr Lars Ehm, 1. Beigeordneter, als Vertreter der Stadt Dorsten an den Kuratoriumssitzungen teil. 

Von links nach rechts:
Untere Reihe: Herr Plümpe, Sr. Benedicta, Herr Cirkel, Herr Woltsche, Herr Vrenegor
Obere Reihe: Herr Feller, Herr Stockhoff, Herr Hofmacher
 


„Die Stiftung St. Ursula Dorsten verfolgt den Zweck, die in Dorsten seit mehr als 300 Jahren erfolgreiche Bildungs- und Erziehungsarbeit im Sinne der ursulinischen Tradition fortzuführen...“  heißt es in der Präambel der Stiftungssatzung.
Alle Mitglieder der Gremien wissen sich diesem Auftrag verpflichtet und wollen helfen, ihn mit Leben zu füllen.
Was kann in diesem Zusammenhang (kurz gefasst) „ursulinische Tradition“  heißen?

Die Gründerin unseres Ordens, die hl. Angela Merici, war 
       „eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens“  - 
        wie jedes Mitglied auf seine Weise.

Die heilige Angela  
      „engagierte sich im Geschehen ihrer Zeit“  -
       wie jedes Mitglied mit seinen je eigenen Talenten und Kompetenzen.
 
 Aus der Botschaft des Evangeliums heraus fand Angela zu einer  gelungenen wertorientierten
   „Verbindung von  Religiosität und Weltoffenheit“,
 die in der Liebe zu den Menschen konkrete Gestalt  annahm, nämlich in einem 
„Grundvertrauen  in die Menschen mit ihren vielfältigen Fähigkeiten sowie
  die Bereitschaft zum Dialog und zur Konfliktlösung“ .

Alle Mitglieder in Kuratorium und Vorstand sind durch eigene Erfahrung als Schüler, Eltern und/oder Berater unseren Schulen mit ihrer spezifischen Ausrichtung und den Schwestern verbunden.  Sie stehen - z.T. seit Jahrzehnten - mitten drin in dem, was „Leitbildfunktion“ nicht nur ursulinischer Erziehung, sondern auch der Sacharbeit  in den Gremien dieser Stiftung ist - und werden sie gemeinsam weiter ausbauen.

        
http://www.st-ursula-dorsten.de  Gymnasium   Stiftung

Die Gemeinschaft trauert um Sr. Michaele






Herr Selm segnet das Erdgeschoss.

 

Sr. Teresa begrüßt die Anwesenden und schildert noch einmal aus der Entstehungsgeschichte des neuen Hauses: die Hindernisse und Schwierigkeiten im alten Klausurgebäude;   anfängliche Widerstände  bei einzelnen gegen den Hausbau und die jetzige Dankbarkeit der Schwestern sowie  die zustimmende Anerkennung vieler  der jetzigen Lösung gegenüber.
 

 

Nach der liturgischen Feier plaudert man bei einem kleinen Imbiss: hier Sr. Barbara und Sr. Raphaele im Gespräch mit dem Architekten, Herrn Dreckmann.


Segnung des neuen Hauses


Am Ursulafest, 21.10.2014,
konnten wir unser Haus in einer kleinen Feierstunde einweihen. Gottes Segen möge auf dem Haus ruhen für alle Schwestern und alle, die dort ein- und ausgehen. Mit verschiedenen Kanones haben wir unsere Segensgebete unterstrichen „Segne uns, o Gott, in Fülle. Segne uns, o Gott, dass wir Segen sind."



Wir sind wieder zu Hause














Wir freuen uns, dass wir endlich wieder zu Hause sind.

RN Dorstener Zeitung 17. Mai 2014

Unsere neue Anschrift: Kappusstiege 10, 46282 Dorsten
Tel.: 02362 78526-70




"Jetzt ist alles gesagt" Dorstener Zeitung 27. Juni 2013
2.Band der Erinnerungen von Sr. Johanna erschienen



 



Beim Herrn ist Barmherzigkeit
und reiche Erlösung.
Ps 130


Am Sonntagabend während unseres Vespergebets, das sie zu
Anfang noch mitgebetet hat, verstarb unsere liebe

Schwester Agnella

Else Degenhardt

geb. am 10. August 1919        gest. am 02. Juni 2013



In den mehr als 65 Jahren ihres Ordenslebens in unserer Gemeinschaft hat Sr. Agnella sich bewusst in Dienst nehmen lassen. Aufgrund ihrer praktischen Fähigkeiten war sie über viele Jahre hin als Hausmeisterin im Kloster eingesetzt, kümmerte sich um Hausangestellte und wirkte im Gästebereich. Für keine Arbeit war sie sich zu schade.

Im Alter wurde Sr. Agnella die Gnade einer großen Sanftheit geschenkt. In ihren letzten Lebensjahrzehnten haben wir sie gerade in Zeiten großer Hilfsbedürftigkeit als sehr dankbar, geduldig und liebenswürdig erlebt. 


Wir Schwestern trauern um unsere liebe Seniorin.

Für den Konvent der Ursulinen

Sr. Teresa Büscher

46282 Dorsten. Ursulastraße 12


Alle sollen sich freuen,

die auf dich, Gott, vertrauen,

 sie sollen immerfort jubeln.

Ps 5,12

 

Am Abend des 15. März 2013 verstarb unsere liebe

Schwester Scholastika

Irmgard Kirschner 

  geb. am 09.11.1921 in Recklinghausen

Schwester Scholastika gehörte zu den ersten Frauen, die nach dem Ende des Krieges in das Dorstener Ursulinenkloster eintraten.

Da sie vor dem Eintritt ein Medizinstudium begonnen hatte, wurde sie zur Lehrerin für die Fächer Biologie, Chemie und Physik ausgebildet. Schon bald wurde ihr die Leitung unserer Realschule übertragen, die sie in den mehr als 20 Jahren ihrer Amtszeit entscheidend geprägt und der sie zu hohem Ansehen verholfen hat.

1983 wählte der Konvent Sr. Scholastika zur Oberin.  In dieser Funktion wurde sie zur Präsidentin der Föderation deutschsprachiger Ursulinenklöster gewählt. Als solche baten chilenische Schwestern eines deutsch-sprachigen Klosters sie um Beistand. Mit großem Einsatz half sie den Schwestern einen neuen Weg zu finden.

Nach dem frühen Tod ihres Bruders wuchs eine sehr persönliche gegenseitige Verbundenheit mit ihrer Familie bis in die nächste Generation hinein. 

Auch im hohen Alter blieb Schwester Scholastika mit allen, die ihr nahe standen, interessiert und helfend in Verbindung. Wer sie kennen lernen durfte, schätzte sie wegen ihrer Zielstrebigkeit, ihrer Klarheit und ihrer fürsorglichen Art. Unsere Gemeinschaft verliert mit ihr eine tatkräftige und liebenswerte Mitschwester.

Für die Familie                                                      Für den Konvent der Ursulinen
Maria Kirschner                                                   Sr. Teresa Büscher

Milchpfad 34                                                            Ursulastr. 12
45659 Recklinghausen                                         46282 Dorsten

Es entspricht der Intention der Verstorbenen anstelle von evtl. vorgesehenen Kränzen und Blumen  dieStiftung St. Ursula zu unterstützen: Konto 320 71 700, BLZ 400 602 65 bei der DKM Darlehnskasse im Bistum Münster.

 


Komm,
wir wollen unsere Wege gehen
im Licht des Herrn.
Jes 2,5


Am 3. Dezember 2012 entschlief im Vertrauen auf Gott
unsere liebe

Schwester Gertrud

Margret Kroës

geb. am 18. Februar 1925
in Gelsenkirchen-Horst

52 Jahre lebte, betete und arbeitete Sr. Gertrud mit großer Selbstverständlichkeit in
unserer Gemeinschaft und war gleichzeitig ihrer Familie tief verbunden. Ihr Leben
war geprägt durch stete Hilfsbereitschaft. Bis in die letzten Stunden ihrer schweren
Krankheit gewann sie die Zuneigung aller, die sie pflegten, durch ihre Geduld und ihr
bezauberndes Lächeln.

Die Eucharistiefeier für unsere liebe Verstorbene ist am Freitag, dem 7. Dezember 2012,
um 14.00 Uhr in der Klosterkirche von St. Ursula. Anschließend ist die Beisetzung in
der Klostergruft auf dem Friedhof an der Gladbecker Straße.


Anstelle von evtl. vorgesehenen Kränzen und Blumen bitten wir die "Stiftung St. Ursula" zu
unterstützen: Konto 320 71 700, BLZ 400 602 65 bei der DKM Darlehnskasse
im Bistum Münster.



   "Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe,
bereit zum Abschied sein und Neubeginn..."

Diese Zeile aus dem Gedicht Stufen von Hermann Hesse trifft unsere derzeitige Situation.

Presseartikel zu Informationen aus St. Ursula

                                                                                           Foto: Sr. Ria


RN - Dorstener Zeitung
06. Juli 2012
Informationsnachmittag
St. Ursula-Schulen bleiben bestehen

RN - Dorstener Zeitung
06. Juli 2012
Ursulinen planen Umgestaltung ihres Konvents

WAZ - DER WESTEN
06. Juli 2012
Ursulinen stellen Weichen

WAZ
06. Juli 2012
Teil des Klosters wird abgerissen

1699 - 21. Januar - 2012


 
 

Diese Ansicht zeigt das Kloster von der Gartenseite. Mitte des 18. Jahrhunderts.

Am 21. Januar 1699 - am Fest der hl. Agnes - kamen vier Ursulinen aus Köln und gründeten unser Kloster und übernahmen sogleich in ihrer Wohnung an der Blindenstraße (heute Ursulastr.) den Elementarunterricht. 
  Aus der Chronik

Heute sind 2 Schulen mit ca. 1700 Schülerinnen und Schüler - Gymnasium und Realschule - noch in unserer Trägerschaft.

Wir blicken nicht sorgenfrei in die Zukunft.

Gewiss sind auch Sie davon überzeugt: Christliche Schulen, Bildung und Erziehung sind in unserer heutigen Gesellschaft besonders notwendig.
Damit diese große Aufgabe gelingt, brauchen wir engagierte Förderung für unsere Schulen und  finanzielle Hilfe.

Helfen auch Sie.
In eigener Sache

  

1535 - 27. Januar - 2012


Am 27. Januar 1535 starb Angela Merici, die Gründerin der Gesellschaft der hl. Ursula, einer Gemeinschaft junger Frauen und Mädchen, die sich im 17. Jahrhundert zum Ursulinenorden entwickelte.
               

Ausschnitt aus dem Angela-Leuchter in unserer Kirche

Die Chronik berichtet über ihre Beisetzung:
"Sie wurde mit großer Feierlichkeit zu Grabe getragen. ... Der Grund dafür ist: Sie hat allen Menschen den Glauben an einen höchsten Gott verkündet: und alle liebten sie sehr."


Ehre für Sr. Johanna

RN – Dorstener Zeitung 17.12.2011

Porträt des ersten Bürgermeisters enthüllt
Zu Ehren von Vater und Tochter Eichmann

DORSTEN/MARL. Für Schwester Johanna Eichmann ging gestern im Rathaus Marl ein sehnlicher Wunsch in Erfüllung:

Bürgermeister Werner Arndt ehrte ihren verstorbenen Vater Paul Eichmann in einer Feierstunde und nahm das Porträt des ersten Nachkriegs-Bürgermeisters in die Bürgermeister-Galerie auf.
   von Julia Grunschel 


Tief bewegt war Schwester Johanna Eichmann über die posthume Ehrung ihres Vaters Paul Eichmann. Das schrieb sie auch so in das goldene Buch der Stadt.   Foto: Jürgen Wolter 

 „Sie können sich nicht vorstellen, was das für mich bedeutet“, dankte die tief bewegte 85-Jährige nach der Enthüllung des Porträts. Die Anfertigung hatte die Stadt vor eine besondere Herausforderung gestellt. „Uns stand nur ein Passfoto zur Verfügung“, erklärte Werner Arndt.Ein Helfer in der NotIn seiner Laudatio umriss der Bürgermeister das Leben des Kaufmanns Paul Eichmann, der überraschend nach dem Einmarsch der amerikanischen Truppen von der Militärregierung am 1. April 1945 zum Bürgermeister ernannt wurde (MZ berichtete ausführlich). In seiner einjährigen Amtszeit bis zu den ersten Wahlen, für die er nicht kandidierte, war Paul Eichmann für viele Marler vor allem eins: ein Helfer in der Not.Aber nicht nur der Vater wurde für seine Verdienste um die Stadt Marl ausgezeichnet, die Tochter, Schwester Johanna Eichmann, durfte sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Werner Arndt hob hervor:„Sie hat uns auf vielfältige Weise darin unterstützt, die Geschichte unserer Stadt in der Zeit des Nationalsozialismus selbstkritisch aufzuarbeiten.“ Mit ihrem lang anhaltenden Applaus unterstrichen Freunde und Mitglieder aller Fraktionen seine Worte.

9. November 2011

Dorstener Zeitung - RuhrNachrichten 04.11.2011

65-jähriges OrdensjubiläumSchwester Scholastika wird 90 Jahre alt.

DORSTEN Ein Fest kommt selten allein, und so beschert die kommende Woche auch Sr. Scholastika Kirschner Gratulationen im Doppelpack: Steht der Dienstag ganz im Zeichen ihres 65-jährigen Ordensjubiläums, empfängt die Ursulinin tags darauf im Kloster Freunde und Gäste zu einem besonderen runden Jubiläum: ihrem 90. Geburtstag.
Von Anke Klapsing-Reich


Was rumpelt und pumpelt unter dem Dach des Ursulinenklosters? Es wird wohl Sr. Scholastika sein, die viel Zeit und Mühe investiert, das umfangreiche Archiv der Dorstener Ursulinen zu ordnen und zu führen. (Foto Klapsing-Reich)

 

Mein Vater wollte nicht, dass ich am denkwürdigen 9. November, dem 3. Jahrestag des Zusammenbruchs des Kaiserreiches, geboren werde“, drängte das Mädchen ungeachtet des väterlichen Wunsches an eben diesem Tag anno 1921 in Recklinghausen auf die Welt.

25 Jahre später wollte ihr Vater auch nicht, dass seine Tochter Irmgard sich für ein Leben als Ordensfrau entschied. Viel lieber hätte der leitende Arzt am Prosper-Hospital sie an seiner Seite im Operationssaal gesehen. Aber auch da setzte sich Irmgard Kirschner durch: 1946 trat die geprüfte Krankenschwester als Schwester Scholastika in den Konvent der Ursulinen ein. Als das im Krieg stark beschädigte Kloster in Dorsten halbwegs bewohnbar war, rumpelte sie im Oktober 1947 auf abenteuerlichen Wegen mit drei Mitschwestern von der Filiale in Attendorn in die Lippestadt.

 Zur Realschullehrerin ausgebildet

 „Ärztinnen waren im Konvent weniger gefragt, da habe ich mich zur Realschullehrerin ausbilden lassen“, legte sie 1951 das Examen in den Fächern Biologie, Physik und Chemie ab, um fortan die Ursulinen-Realschülerinnen zu unterrichten. Als der gesamte Realschul-Bereich wegen räumlicher Enge im historischen „Stammhaus“ 1971 in den Neubau am Nonnenkamp umzog, steuerte Sr. Scholastika schon seit fast zehn Jahren als Schulleiterin das Realschul-Schiff durch pädagogische Gewässer.

„Ich bin gerne im Schuldienst gewesen“, resümiert die Ordensfrau, die 1984 nach 22 Jahren Schulleitung mit der Ernennung zum „Ehrenkapitän“ verabschiedet wurde. Auch die Schülerinnen wussten „Scholli“, wie sie ihre Direktorin inoffiziell anerkennend nannten, zu schätzen. Vielen ist sie radfahrend in Erinnerung geblieben, denn den Weg vom Kloster zur Realschule und zurück bewältigte sie stets auf dem Drahtesel: „Damit war ich schneller als Sr. Michaele mit dem Kombi“, lacht sie heute.

Viele „Pöstchen“

 Der Abschied vom Schuldienst führte Sr. Scholastika nicht in den wohlverdienten Ruhestand, sondern direkt ins Amt der Konvent-Oberin, das sie zwölf Jahre später in andere Hände gab. Gleichzeitig war sie auch einige Jahre als Präsidentin der gesamtdeutschen Ursulinen-Föderation tätig.

Auch heute, im gesegneten Alter von 90 Jahren, hat die rührige Ordensfrau keine Zeit zum Däumchendrehen. Tagtäglich sitzt sie in ihrem Arbeitszimmer, um die Aufgaben ihrer vielen „Pöstchen„ zu erledigen: Dienstplan fürs Speisezimmer erstellen, Belegung der Gästeetage, Buchung der Realschulaula, das Verschicken der Broschüre „Ursulinen-Nachrichten“ – und vor allen Dingen die Führung des Konventarchivs gehören zu ihrem Aufgabenkanon.

Da bleibt für Hobbys wenig Zeit: „Ich lese sehr gerne, aber da komme ich kaum zu“, packt sie immer das an, was als nächstes vor ihr liegt.

 Was wünscht sie sich zum Geburtstag? „Nichts“, antwortet die Ursulinin ganz nach ihrer Lebensdevise im Alter: „Meinen krummen Rücken kann ich ja nicht sehen. Und solange mein Verstand klar bleibt, bin ich dem Herrgott täglich dankbar.“

Am 9. November, ab 10.30 Uhr, findet im Ursulinenkloster ein Empfang anlässlich des 90. Geburtstags von Sr. Scholastika statt.





Text: Johannes Bernard | Foto: Johannes Bernard in 

Kirche+Leben  02.05.2011



Ihre Verbindung zu Dorsten hält seit 75 Jahren: Schwester Johanna Eichmann.

Ein Leben zwischen zwei Kulturen

Ehrenbürgerwürde für Schwester Johanna

Dorsten. Über die Auszeichnung hat sich Schwester Johanna Eichmann wirklich gefreut: "Mit Dorsten bin ich ja nun tatsächlich verbunden", sagt die 85-Jährige über die einstimmige Entscheidung des Stadtrats, sie zur Ehrenbürgerin der Stadt Dorsten zu ernennen. Die Stadt würdigt damit ihre Verdienste als langjährige Leiterin des St.-Ursula-Gymnasiums, des Konvents der Ursulinen und nicht zuletzt als Mitbegründerin des Jüdischen Museums. Dort soll ihr das Ehrenbürgerrecht auch verliehen werden – voraussichtlich noch im Mai.
Fortsetzung - bitte klicken

Ruhr-Nachrichten - Dorstener Zeitung 11.03.2011

Erinnerungen
Schwester Johanna stellte ihre Biografie vor

DORSTEN Eine besondere Lücke füllt das gerade erschienene Buch von Schwester Johanna Eichmann mit dem Titel:
"Du nix Jude, du blond, du deutsch", das ihre Kindheit und Jugend als Halbjüdin in der späten Weimarer Republik und dem Dritten Reich, erzählt. Von Werner Wenig


Schwester Johanna stellte ihr Buch vor. (Foto: Werner Wenig)

 


Der WESTEN - WAZ - 27.Februar 2011

Empfang für Sr. Johanna: Von einer, die zuständig ist


Die Lebenserinnerungen einer außergewöhnlichen Ordensfrau


DORSTENER Zeitung - Ruhr-Nachrichten 23. Februar 2011.

Getragen über Gräben

Das Interview der Woche



DORSTEN. Am 24. Februar feiert Sr. Johanna Eichmann im Ursulinenkloster ihren 85. Geburtstag. Wir sprachen mit der außergewöhnlichen Ordensfrau über ihr bewegtes Leben, das sie jetzt in einer Biographie nachzeichnet.

Sr. Johanna, ist es Zufall oder Planung, dass just an Ihrem 85. Geburtstag der erste Teil Ihrer Biographie erscheint?
Das hat sich so ergeben. Der Klartext-Verlag war so schnell, dass die Veröffentlichung in die Nähe meines Geburtstages gerückt ist. Wir werden das Buch im Jüdischen Museum vorstellen. Außerdem werde ich in einer Veranstaltung im Jüdischen Museum am 10. März Auszüge daraus lesen, die meine jüdische Kindheit in Recklinghausen betreffen.

Wer hat den Anstoß zu diesem Buchprojekt gegeben?
Der Anstoß kam hauptsächlich aus meinem Freundeskreis. Einige „Kapitel“ meines Lebens hatte ich sogar schon ohne den Gedanken an eine Veröffentlichung aufgeschrieben. Sie waren ursprünglich für das Konvent-Archiv gedacht. Doch dann ermunterten mich meine Freunde aus dem Jüdischen Museum, meine Erinnerungen in Buchform herauszubringen
.
Ein guter Vorschlag. Denn als Tochter einer jüdischen Mutter, die den Nazi-Terror überlebte und Ordensschwester wurde, sind Sie eine Zeitzeugin, die mit ihrer bewegenden Vita auch die Menschen außerhalb der Klostermauern berührt. Wie heißt Ihr Buch?
Es hat einen Titel, der auf manche vielleicht sperrig und schockierend wirken mag: „Du nix Jude, du blond, du deutsch.“ Der Hintergrund ist folgender: Das Kriegsende erlebte ich 19-jährig in Berlin. Ich hatte zwei Wochen im Bunker ausgeharrt und war auf dem Weg, Schutz bei zwei Freundinnen zu suchen, als mich ein Sowjetsoldat aufhielt und von mir verlangte, Barrikaden abzutragen. Ich sagte ihm auf russisch, dass ich Jüdin sei. Darauf antwortete er in abgehacktem Deutsch: „Du nix Jude, du blond, du deutsch.“ Da wurde mir schlagartig klar, dass ich schon wieder auf der falschen Seite war. Die schreckliche Befürchtung „Einmal stigmatisiert – immer stigmatisiert“ kroch eiskalt in mir hoch.

Was bedeutet Ihnen persönlich dieses Buch?
Es ist ein Zeitzeugenbericht, den ich für sehr wichtig halte. Es gibt zwar viele Darstellungen jüdischer Schicksale, aber wenige über sogenannte „Mischlingskinder“, zu denen ich zählte. Mein Vater war der einzige Nichtjude in meiner Mischpoke. Ich habe mich intensiv mit der „Mischlingsproblematik“ beschäftigt, auch wissenschaftlich. Doch in meinem Buch ist an einem persönlichen Schicksal dargestellt, wie es auf einen jungen Menschen gewirkt hat, ausgegrenzt zu sein, sich immer wieder stark machen zu müssen.

Mit welchem Kapitel endet der 1. Teil Ihrer Biographie?
Mit dem Eintritt ins Kloster, dem Tag meiner Einkleidung am 1. November 1952. Die Gemeinschaft der Dorstener Ursulinen war mir zur neuen Heimat geworden. Hier hatte ich als Kind einer „Mischehe“ Zuflucht, Schutz und Zuspruch gefunden.

Wie geht’s in Teil 2 weiter?
Im zweiten Teil, den ich bereits begonnen habe, konzentriere ich mich auf drei Schwerpunkte: 1. die Ordensreform, an der meine Mitschwester Maria Brüning maßgeblich beteiligt war, 2. die Schulreform, die ich in meiner Direktorinnenzeit am St. Ursula-Gymnasium umgesetzt habe, und 3. die Gründung des Jüdischen Museums, das ich lange Jahre ehrenamtlich geleitet habe. Ich werde das Buch nach meinem damaligen Spitznamen „Die rote Johanna“ nennen. So erfahren die Leser, was es wirklich damit auf sich hat.

Der Tod Ihrer Mitschwester und Freundin Maria im vergangenen Jahr hat Sie sehr mitgenommen. Gesundheitliche Probleme kamen in den letzten Monaten hinzu. Doch Sie machen auf mich den Eindruck, als ob Ihre wachen Lebensgeister mit aller Macht zurück drängen.
Ja. Das Schreiben ist für mich Krisenbewältigung. Dabei bringt mir der Konvent großes Verständnis entgegen. Ich bin von vielem freigestellt, habe Zeit für mich. Die Trauer um Marias Tod währt bis zum heutigen Tag. Sie war eine großartige, intelligente Frau, die ihre großen Verdienste für den Orden nie in den Vordergrund stellte, sich immer zurückhielt. Im Folgeband werde ich das tun, was sie nie getan hat: Sie in die Öffentlichkeit stellen. Das Buch soll eine Laudatio für Maria werden.

Was werden Sie an Ihrem Geburtstag machen?
Ich werde mit meinen Mitschwestern ein wenig feiern und mit Dankbarkeit zurückblicken. Denn je mehr ich mich in meine Geschichte vertiefe, um so stärker spüre ich, wie oft ich an lebensgefährlichen Ecken über tiefe Gräben hinweg gehoben worden bin. Ich gehöre zu den wenigen Geretteten.

Fragen: Anke Klapsing-Reich


Verleihung des 5. Tisa von der Schulenburg-Preises am 8. Februar 2011




Schwester Paula  -  Tisa von der Schulenburg

lebte von 1950 bis zu ihrem Lebensende am 8. Februar 2001 in unserem Kloster. Sie starb im hohen Alter von 98 Jahren. Durch ihr künstlerisches Schaffen und ihren Einsatz für Randgruppen der Gesellschaft wurde sie weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Sie war Ehrenbürgerin der Stadt Dorsten und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.
Zum 5. Mal wird am 8. Feburar 2011 der Tisa von der Schulenburg-Preis von der Tisa von der Schulenburg-Stiftung an   Joanna Schulte verliehen.

Die Preisverleihung in der Presse

RN Dorstener Zeitung vom 09.02.2011

WAZ Der Westen 09.02.2011

Zum Gedenken an den 10. Todestag von Sr. Paula fand im Anschluß an die Preisverleihung in der Aula unseres Gymnasiums eine Erinnerungsfeier statt.
Gedenkveranstaltung

http://www.tisa-von-der-schulenburg.de/



Fahne der hl. Ursula

1699 kamen die ersten Ursulinen von Köln nach Dorsten. Die Ursula-Fahne wurde im 18. Jahrhundert neben anderen Paramenten von den Dorstener Schwestern gearbeitet. Die hl. Ursula ist Stadtpatronin von Köln. So zeigt unser Bild im Hintergrund den Rhein mit dem Dom, der noch keine hohen Türme hat, ein Hinweis auf die frühe Entstehung der Stickerei. In der Gesamtkomposition erkennt man eine Anlehnung an den Ursula-Schrein von Hans Memling in Brügge,1489.

Ursula ist dargestellt als Schutzmantel heilige, ihr weiter Mantel umschließt einige ihrer Gefährtinnen. Nach der Legende war Ursula die Tochter eines christlichen Königs in Britannia. Ihre Schönheit und Klugheit machte sie im ganzen Lande bekannt, und so wollte der heidnische König von England sie seinem Sohn zur Frau geben. Um dieser Hochzeit aus dem Wege zu gehen, unternahm Ursula eine Pilgerreise nach Rom in Begleitung von 11(000) Jungfrauen. Bei ihrer Rückkehr über den Rhein überfielen Hunnen oder Vandalen die Schiffe bei Köln, alle Jungfrauen erlitten den Martertod. Die Legende wurde bis ins hohe Mittelalter immer weiter ausgemalt.




Jubiläum 1. Oktober 2010 - 475 Jahre Ursulinen

Ganz nahe dran am Menschen - Dorstener Zeitung 2. Oktober 2010:

 475 Jahre Ursulinen    

475 Jahre alt und "absolut zeitgemaß"  -WAZ - Der Westen 2. Oktober 2010:

WAZ Der Westen

 




Unsere Gemeinschaft trauert um Sr. Maria Brüning.

Sie hat am 13.August 2010 ihr irdisches Leben mit 95 Jahren vollendet.
Sr. Maria hat uns  in den 75 Jahren ihres Ordenslebens  viel bedeutet.
Wir sind dankbar für ihr langes Leben mit uns.

Aus den Kondolenzbriefen geht hervor, dass Sr. Maria bis ins hohe Alter von vielen geachtet und geehrt wurde.

Als Nachruf Auszüge aus diesen Briefen:

Sr. Maria war eine ganz besondere Persönlichkeit. Sie hatte großes menschliches Einfühlungsvermögen; sie hatte Weitsicht und immer ein ausgewogenes Urteil. Es wird sicher noch manche Gelegenheit geben, bei der wir ihren Rat vermissen werden. Die vielen Gedanken der Erinnerung an Sr. Maria, an ihr Leben, ihre Lebenseinstellung bilden eine Brücke über das Leben hinaus. Sie war uns in den vielen Jahren unserer Freundschaft eine treue Begleiterin. Wir haben sie sehr geschätzt. ...

Ich habe Sr. Maria , die ich ja erst im hohen Alter kennengelernt habe, als eine Frau mit großer geistiger Souveränitat, mit geistlicher Kraft und freundlicher Zuwendung erlebt. Dafür bin ich dankbar. Ich denke, dass Dank in diesen Tagen bei Euch auch der Gefährte der Trauer ist. ...

Wir werden Sr. Maria als eine hochgebildete, kluge Ursuline, als eine tiefgläubige, fromme Schwester und einen uns mit Herzensgüte zugewandten Menschen in Erinnerung behalten. ..

Weitere Auszüge aus den Briefen



Sr. Maria Brüning OSU


 

 



Kirchweihjubiläum -
50 Jahre Klosterkirche zum "Heiligen Kreuz"

1959 - 2009

Nach dem Krieg wurde am Ort der von Bomben zerstörten alten Barockkirche die neue Ursulinenkirche errichtet und am 14. Sept. 1959 geweiht.
PDF-Datei



21.10.

 


Fest der heiligen Ursula  

Die heilige Ursula ist Schutzpatronin unseres Ordens.
Der Legende zufolge starb sie mit ihren Gefährtinnen den Märtyrertod, als sie mit dem Schiff von Rom kommend, in Köln landete.

Auch wir Schwestern sind gemeinsam unterwegs als Glaubens- und Weggefährtinnen und setzen uns für Gott, für die Suche nach IHM ein.

Das Leben und Sterben der hl. Ursula und ihrer Gefährtinnen ermutigt uns, in der Gottsuche nicht müde zu werden. 


 


Geschäftsführer der Stiftung Ludger Cirkel - Schwester Benedicta

Foto: Anke Klapsing

 Bischof Genn im Gespräch mit Sr. Teresa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





Erinnerungsgarten für Tisa von der Schulenburg -Sr. Paula - Jugendkunstprojekt des Dorstener Kunstvereins vor dem Schultor am Ostgraben

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 




























































































































 

 

 


 

 






 Fahne der hl. Ursula 18.Jahrhundert




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